SWR2 Archivradio - Geschichte in Originaltönen   /   1949: Gleichberechtigung im Grundgesetz - dank Elisabeth Selbert

https://www.swr.de/-/id=23247458/property=big/width=1400/cjvwqx/elisabeth+selbert+%281896+-+1986%29.+die+als+%22mutter+des+grundgesetzes%22+bekannte+spd-politikerin+sorgte+als+mitglied+im+parlamentarischen+rat+f%C3%BCr+die+verankerung+des+gleichberechti

Description

"Lächeln Sie nicht!" - Am 18.1.1949 wird der Artikel zur Gleichberechtigung in den Entwurf für das neue Grundgesetz der Bundesrepublik aufgenommen. Dies ist vor allem das Verdienst der Sozialdemokratin Elisabeth Selbert. Sie engagierte sich schon 1920 als Delegierte der Reichsfrauenkonferenz für die Gleichberechtigung. Die Weimarer Verfassung reduzierte die Gleichberechtigung auf staatsbürgerliche Akte wie Wahlen. Elisabeth Selbert geht das nicht weit genug - sie setzt den schlichten Satz in Artikel 3 durch: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." Am Tag nach der Aufnahme ins Grundgesetz äußert sich Elisabeth Selbert in einer Rundfunkansprache. Hier macht sie deutlich: Es ist noch viel zu tun. Besonders ärgert sie sich über die Benachteiligung unehelicher Kinder.


Recommendations

Complain
User Recommendation Date
Luno Vis Wer heute über das Scheidungsrecht die Augen verdreht, kann nach dem Vortrag von Frau Selbert besser verstehen, warum das besser so ist. 14.07.2019