Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle   /   11.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu kündigt Annexion des Jordantals an Für den Fall seiner Wiederwahl will Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Jordantal annektieren. Das Vorhaben könnte schon kurz nach der Parlamentswahl kommende Woche umgesetzt werden, sagte der Regierungschef. Die Außenminister der Arabischen Liga kritisierten die Pläne Netanjahus als schädlich für den Nahost-Friedensprozess. Saudi-Arabien sprach von einer "eklatanten Verletzung" der UN-Charta und des Völkerrechts. Das Jordantal ist Teil des bereits von Israel besetzten Westjordanlands. In dem Tal leben rund 60.000 Palästinenser und 5000 jüdische Siedler. Pompeo vermutet geheime Atom-Aktivitäten im Iran US-Außenminister Mike Pompeo wirft dem Iran mangelnde Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor. Er nahm damit Bezug auf Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der erklärt hatte, die IAEA habe Spuren von Uran in einem "geheimen Atom-Lagerhaus" im Iran entdeckt. Die Atomenergiebehörde bestätigte das bisher nicht. US-Präsident Donald Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran 2018 aufgekündigt und massive Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängt. Gleichzeitig signalisierte er mehrfach den Willen zu einem Treffen mit Irans Staatschef Hassan Rohani. USA lobt Mexikos Kampf gegen Migration Die US-Regierung zeigt sich zufrieden mit dem Kampf Mexikos gegen illegale Einwanderung. Die Regierung des Nachbarlandes habe bedeutende Schritte unternommen, um den "illegalen Migrationsstrom" in Richtung der Vereinigten Staaten zu bremsen, erklärte US-Vizepräsident Mike Pence nach einem Treffen mit dem mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard in Washington. Die mexikanische Regierung hatte sich im Juni zu massiven Maßnahmen gegen die Migration bereiterklärt, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf mexikanische Waren gedroht hatte. Venezuela beginnt Großmanöver Venezuelas Streitkräfte haben an der Grenze zu Kolumbien eine große Militärübung gestartet. Der sozialistische Staatschef Venezuelas, Nicolas Maduro, wirft der rechtkonservativen Regierung im Nachbarland Kolumbien vor, sein Land destabilisieren zu wollen. Kolumbien unterstützt den Maduro-Rivalen und selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Nachdem ein ehemaliger Anführer der linksgerichteten FARC-Rebellen ankündigte, den bewaffneten Kampf in Kolumbien wiederaufzunehmen, unterstellte der kolumbianische Präsident Iván Duque dem Nachbarland, den Rebellen Unterstützung zu gewähren. UN fordern mehr Bildung für Flüchtlingskinder in Europa Die Vereinten Nationen haben die europäischen Staaten aufgefordert, mehr in die Bildung von Flüchtlings- und Migrantenkindern zu investieren. In einem gemeinsamen Appell fordern das Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das Kinderhilfswerk UNICEF und die Internationale Organisation für Migration (IOM), Flüchtlingskinder müssten denselben Zugang zu Bildung erhalten wie die einheimischen. Ohne zusätzliche Unterstützung erzielten sie schlechtere Leistungen in Schlüsselfächern wie Mathematik. Die UN kritisierten weiter, Flüchtlingskinder erhielten zu wenig psychologische Hilfe, um sich in einem fremden Land zurechtzufinden. Pro Asyl: Lage von Flüchtlingen in der Ägäis dramatisch Angesichts steigender Migrantenzahlen auf den griechischen Inseln hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl von Griechenland und anderen EU-Staaten eine Entschärfung der Situation gefordert. Flüchtlinge in der Ägäis drohten zum Spielball der Machtinteressen der Türkei, Griechenlands und der EU-Staaten zu werden, kritisierte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Ihr Rechtsanspruch auf Schutz werde systematisch ignoriert. Auf den griechischen Inseln harren laut Pro Asyl derzeit mehr als 25.000 Menschen aus. Rund 40 Prozent von ihnen sind nach Angaben der Vereinten Nationen minderjährig. Papst kritisiert Fremdenfeindlichkeit Papst Franziskus fühlt sich durch Ausländerfeindlichkeit in Europa manchmal in die Zeit des Nationalsozialismus zurückversetzt. An einigen Orten seien Reden zu hören, die denen von Hitler 1934 ähnelten, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche auf dem Rückflug von Madagaskar. Fremdenfeindlichkeit sei "eine Krankheit, wie Masern", so Franziskus, oft reite sie auf einer Welle des politischen Populismus. Der Papst, der immer wieder Hilfe für Migranten anmahnt, kehrte am Abend von einer knapp einwöchigen Afrikareise nach Rom zurück.

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Duration
09:27
Publishing date
2019-09-11 09:51
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https://www.dw.com/de/11-09-2019-langsam-gesprochene-nachrichten/a-50379660?maca=de-DKpodcast_lgn_de-2288-xml-mrss
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DW.COM | Deutsche Welle author  
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