Lesung - Klassiker, Philosophie, Gedichte von Goethe, Trakl, Heine, Kant, Nietzsche und Lessing gelesen von Elisa Demonki u. a. Erlkönig, Osterspaziergang, Faust

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Elisa Demonki liest Klassiker, alte philosophische Werke und Gedichte vor."Das Wort sei die Macht in deinem Ohr, dein Gefühl zu akzeptieren und neu zu erleben." Lesungen Philosophie Literatur Klassiker Gedichte Goethe Heine Nietzsche Schule Bildung Faust Zauberlehrling Gedichte Deutsch Georg Trakl Gedichte

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»Lesung« ist ein Podcast in dem Klassikerausschnitte, philosophische Werke und Gedichte u.a. von Goethe, Trakl, Heine, Kant, Nietzsche und Lessing von Elisa Demonkí gelesen werden.<br> »Das Wort sei die Macht in deinem Ohr, dein Gefühl zu akzeptieren und neu zu erleben.«
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🇩🇪 German
last modified
2018-07-02 04:42
last episode published
2016-06-14 19:28
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59.07 days
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Elisa Demonki owner   author  
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63
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Date Thumb Title & Description Contributors
14.06.2016

(62) George Gordon Byron »Stanzen für Musik« / »Stanzas For Music«

»Byron allein lasse ich neben mir gelten.« J.W.GoetheThere be none of Beauty‘s daughters With a magic like thee; And like music on the waters Is thy sweet voice to me: Der Schönheit Töchter keine gleich’ Mit einem Zauber ähnlich dir, Wie Musik aus dem...
6.12.2015

(61) Jacob und Wilhelm Grimm »Der alte Großvater und der Enkel«

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wiede...
29.04.2015

(60) Johann Wolfgang von Goethe »Hexenküche« (Auszug) aus »Faust - Der Tragödie erster Teil«

Auf einem niedrigen Herd steht ein großer Kessel über dem Feuer. In dem Dampfe, der davon in die Höhe steigt, zeigen sich verschiedene Gestalten. Eine Meerkatze sitzt bei dem Kessel und schäumt ihn, und sorgt daß er nicht überläuft. Der Meerkater mit d...
14.04.2015

(59) Johann Wolfgang von Goethe »Gretchens Stube« aus »Faust - Der Tragödie erster Teil«

Gretchen (am Spinnrad, allein) Meine Ruh ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie nimmer und nimmermehr. Wo ich ihn nicht hab, Ist mir das Grab, Die ganze Welt Ist mir vergällt. Mein armer Ko...
22.10.2014

(58) Christoph Wilhelm Hufeland im Vor- und Nachwort zu Immanuel Kants »Von der Macht des Gemüts«

Unglaublich ist es, was der Mensch vermag, auch im Physischen, durch die Kraft des festen Willens; und so auch durch die Not, die oft allein einen solchen festen Willen hervorzubringen vermag. Wer kann leugnen, daß es Wunder und Wunderheilungen gibt?...
2.07.2014

(57) Joachim Ringelnatz »Fussball«

nebst Abart und Ausartung Der Fußballwahn ist eine Krankheit, aber selten, Gott sei Dank. Ich kenne wen, der litt akut An Fußballwahn und Fußballwut. Sowie er einen Gegenstand In Kugelform und ähnlich fand, So trat er zu und stieß mit Kraft Ihn in d...
11.05.2014

(56) Johann Wolfgang von Goethe »An meine Mutter«

Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir, So lang dir kömmt, laß keinen Zweifel doch Ins Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns, Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust Entwichen. Nein, so wenig als der Fels Der tief im Fluß, vor ewgem Anck...
25.03.2014

(55) Joseph Pulitzer »There is no crime...« / »Es gibt kein Verbrechen...«

Lesung anhören (zum Player)(Ein Zitat von Joseph Pulitzer aus dem Buch von Denis Brian"Pulitzer: A Life") There is not a crime, there is not a dodge, there is not a trick, there is not a swindle, there is not a vice which does not live by secrecy./ E...
29.03.2013

(54) »Die Sieben Letzten Worte Jesu Christi« aus den vier Evangelien des Neuen Testaments

Lesung anhören (zum Player)nach der revidierten Übersetzung von Martin LutherLukas 22 7 Es kam nun der Tag, an welchem man mußte opfern das Osterlamm.Markus 14 22 Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und sprach: Esset; das ist mein Leib. 2...
6.02.2013

(53) Friedrich Nietzsche »Der Einsame«

Verhaßt ist mir das Folgen und das Führen. Gehorchen? Nein! Und aber nein - Regieren! Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken: Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen. Verhaßt ist mirs schon, selber mich zu führen! Ich liebe es,...
5.02.2013

(52) Johann Wolfgang von Goethe »Dilettant und Kritiker«

Es hatt ein Knab' eine Taube zart, Gar schön von Farben und bunt, Gar herzlich lieb, nach Knabenart, Geätzet aus seinem Mund Und hatte so Freud' am Täubchen sein, Daß er nicht konnte sich freuen allein. Da lebte nicht weit ein Alt-Fuchs herum, Erfahr...
4.02.2013

(51) Oscar Wilde »Der Schüler« / »The Disciple«

Als Narziß starb, verwandelte sich die Quelle seiner Freuden von einer Schale voll süßen Wassers in eine Schale voll salziger Tränen, und die Bergnymphen kamen weinend durch den Wald, dass sie zur Quelle singen und dieser Trost geben konnten. Und a...
17.12.2012

(50) »Frau Holle« ein Märchen der Gebrüder Grimm von 1857

ine Wittwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere häßlich und faul. Sie hatte aber die häßliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere mußte alle Arbeit thun und der Aschenputtel im Hause ...
20.12.2011

(49) Heinrich Heine »Die Heil'gen Drei Könige«

Die Heil'gen Drei Könige aus Morgenland, Sie frugen in jedem Städtchen:"Wo geht der Weg nach Bethlehem, Ihr lieben Buben und Mädchen?" Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht, Die Könige zogen weiter; Sie folgten einem goldenen Stern, Der leuchtete...
7.12.2010

(48) Sigmund Freud »Vergänglichkeit«

Vor einiger Zeit machte ich in Gesellschaft eines schweigsamen Freundes und eines jungen, bereits rühmlich bekannten Dichters einen Spaziergang durch eine blühende Sommerlandschaft. Der Dichter bewunderte die Schönheit der Natur um uns, aber ohne sich ...
18.04.2010

(47) Ludwig van Beethoven »Das Heiligenstädter Testament«

Empfehlt euren Kindern Tugend, sie nur allein kann glücklich machen, nicht Geld - O ihr Menschen, die ihr mich für feindselig, störrisch oder misantropisch haltet oder erkläret, wie unrecht tut ihr mir; ihr wißt nicht die geheime Ursache von dem, ...
15.01.2010

(46) Henrik Ibsen »Peer Gynt - Solveigs Lied« (Edvard Grieg)

Kanskje vil det gå både Vinter og Vår,Vielleicht werden Winter und Frühjahr vergehen, både Vinter og Vår, og neste Sommer med, og det hele Årund der nächste Sommer gleich mit, und auch das ganze Jahr, og det hele År und auch das ganze Jahr, men engang...
29.10.2009

(45) Kurt Tucholsky »Kreuzworträtsel«

Kreuzworträtsel mit Gewalt Der Arzt versank in meinem Bauch. Dann richtete er sich hochaufatmend wieder auf. »Es sind die Nerven, Herr Panter«, sagte er. »An den Organen ist nichts. Ruhe – Ausspannen – Massage – Rohkost – Gemüse – Gymnastik – kohl...
3.07.2009

(44) Johann Wolfgang von Goethe »Wilhelm Meisters Lehrjahre«

Achtzehntes Kapitel Er war, man darf sagen, auf dem Theater geboren und gesäugt. (...) Leider mußte er den Beifall, den er an glänzenden Abenden erhielt, in den Zwischenzeiten sehr teuer bezahlen. Sein Vater, überzeugt, daß nur durch Schläge ...
10.06.2009

(43) Friedrich Nietzsche »Menschliches, Allzumenschliches«

228 Der starke, gute Charakter Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt. Wenn Jemand aus wenigen, aber immer aus den gleichen Motiven handelt, so erlangen seine Handlungen...
15.03.2009

(42) Ada Christen »Wiedersehen«

Ich hatt' ihn lang nicht mehr gesehen - Und mich beinahe todt gesehnt; Ich kam zurück zu ihm - Und habe mich glücklich gewähnt. Drei Stunden stand ich vor dem Thor Im Regen pudelnaß Und holte mir einen Schnupfen Und Husten so zum Spaß. In später Na...
31.12.2008

(41) Kurt Tucholsky »Das Ideal«

Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße; mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn - aber abends zum Kino hast dus nicht weit. Das Ganze schlicht, vol...
30.11.2008

(40) Johann Wolfgang von Goethe »Das Göttliche«

Edel sei der Mensch, Hilfreich und gut! Denn das allein Unterscheidet ihn Von allen Wesen, Die wir kennen. Heil den unbekannten Höhern Wesen, Die wir ahnen! Ihnen gleiche der Mensch; Sein Beispiel lehr uns Jene glauben. Denn unfühlend Ist die Natur: ...
29.11.2008

(39) Johann Wolfgang von Goethe »Heidenröslein« 1771

Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell, es nah zu sehn, Sah's mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heide...
26.10.2008

(38) Victor Hugo »Les Misérables« Gavroche dehors

Tome V - Jean Valjean Chapitre XV : Gavroche dehors Zwischen dem Kugelfeuer draußen auf der Straße erblickte plötzlich Courfeyrac jemanden unten auf den Barrikaden. Gavroche saß unbekümmert zwischen den getöteten Nationalgardisten und plünderte ihr...
23.06.2008

(37) Gustav Schwab »Jasons Ende«

Sagen des klassischen Altertums II. Buch. Die Argonautensage Iason gelangte nicht zu dem Thron von Iolkos, um dessentwillen er die gefahrvolle Fahrt bestanden, Medea ihrem Vater geraubt und an ihrem Bruder Absyrtos einen schändlichen Mord begangen h...
27.04.2008

(36) Giovanni Boccaccio »Die Urform der Ringparabel«

Daß Klugheit uns retten kann, will ich euch in einer kurzen Erzählung zeigen. Saladin, dessen Tapferkeit so groß war, daß sie ihn nicht nur aus einem unbedeutenden Manne zum Sultan von Babylon machte, sondern ihm auch zu zahlreichen Siegen über sa...
13.02.2008

(35) Wilhelm Busch »Die Selbstkritik«

Die Selbstkritik hat viel für sich. Gesetzt den Fall, ich tadle mich: So hab ich erstens den Gewinn, Dass ich so hübsch bescheiden bin; Zum zweiten denken sich die Leut, Der Mann ist lauter Redlichkeit; Auch schnapp ich drittens diesen Bissen Vorweg...
13.02.2008

(34) Wilhelm Busch »Früher, da ich unerfahren«

Früher, da ich unerfahren Und bescheidner war als heute, Hatten meine höchste Achtung Andre Leute. Später traf ich auf der Weide Außer mir noch mehr Kälber, Und nun schätz ich, sozusagen, Erst mich selber. Bild: Wilhelm Busch Sound: Elisa Demonkí
13.02.2008

(33) Wilhelm Busch »Halt dein Rößlein nur im Zügel«

Halt dein Rößlein nur im Zügel, kommst ja doch nicht allzuweit. Hinter jedem neuen Hügel dehnt sich die Unendlichkeit. Nenne niemand dumm und säumig, der das Nächste recht bedenkt. Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt. Bild:...
6.01.2008

(32) Rainer Maria Rilke »La Panthère/ Der Panther«

Jardin des Plantes, ParisSon regard du retour éternel des barreaux s’est tellement lassé qu’il ne saisit plus rien. Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält.Il ne lui semble voir que barreaux par milliers et der...
2.12.2007

(31) Wilhelm Busch »Es sitzt ein Vogel«

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist Und weil mi...
2.12.2007

(30) mittelhochdeutsches Gedicht »Dû bist mîn«

Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn; dû bist beslozzen in mînem herzen, verlorn ist daz slüzzelîn: dû muost och immer darinne sîn. Bild:Antoine Watteau Musik: Elisa Demonkí&amp;Ulrike Theusner
2.12.2007

(29) Hugo Ball »1. Dada-Abend«

Eröffnungs-Manifest Zürich, 14. Juli 1916 ].]]]..].]]]..]].].]]]..]].]]. Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, daß bisher niemand etwas davon wußte und morgen ganz Zürich davon reden wird. Dada stammt aus dem Lexikon. E...
22.10.2007

(28) Rosa Luxemburg »Briefe aus dem Gefängnis«

Lesung anhören (zum Player)An Sonia Liebknecht Breslau, Mitte Dezember 1917 ... Ach, Sonitschka, ich habe hier einen scharfen Schmerz erlebt, auf dem Hof, wo ich spaziere, kommen oft Wagen vom Militär, voll bepackt mit Säcken oder alten Soldatenröc...
25.08.2007

(27) Johann Wolfgang von Goethe »Willkommen und Abschied«

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert sch...
28.06.2007

(26) Friedrich Nietzsche - »Die fröhliche Wissenschaft« 268-275

- 268 - Was macht heroisch?Zugleich seinem höchsten Leide und seiner höchsten Hoffnung entgegengehen.- 269 - Woran glaubst du?Daran: dass die Gewichte aller Dinge neu bestimmt werden müssen.- 270 - Was sagt dein Gewissen?"Du sollst der werden, der d...
3.05.2007

(25) Friedrich Schiller »Die Bürgschaft«

Lesung anhören (zum Player) Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich Damon, den Dolch im Gewande; Ihn schlugen die Häscher in Bande. »Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!« Entgegnet ihm finster der Wüterich. »Die Stadt vom Tyrannen befreien!« »Das sollst du...
6.04.2007

(24) Johann Wolfgang von Goethe »Osterspaziergang«

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück. Von dort her sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer kör...
22.03.2007

(23) Johann Wolfgang von Goethe »Faust 1 - Vor dem Tor«

- WAGNER - Man sieht sich leicht an Wald und Feldern satt; Des Vogels Fittich werd ich nie beneiden. Wie anders tragen uns die Geistesfreuden Von Buch zu Buch, von Blatt zu Blatt! Da werden Winternächte hold und schön Ein selig Leben wärmet alle Glie...
5.03.2007

(22) Kurt Tucholsky »Augen in der Großstadt«

Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen: dann zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider - Was war das? Vi...
4.02.2007

(21) Johann Wolfgang von Goethe »Erlkönig«

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? - Siehst Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mi...
22.01.2007

(20) Friedrich Nietzsche »Zarathustra« 3.Teil - Der Wanderer

Als nun Zarathustra so den Berg hinanstieg, gedachte er unterwegs des vielen einsamen Wanderns von Jugend an, und wie viele Berge und Rücken und Gipfel er schon gestiegen sei. Ich bin ein Wanderer und ein Bergsteiger, sagte er zu seinem Herzen, ich...
17.12.2006

(19) Immanuel Kant »Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?«

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache ders...
18.11.2006

(18) Gotthold Ephraim Lessing »Die Geschichte des alten Wolfs«

1. Der böse Wolf war zu Jahren gekommen und faßte den gleißenden Entschluß, mit den Schäfern auf einem gütlichen Fuß zu leben. Er machte sich also auf und kam zu dem Schäfer, dessen Horden seiner Höhle die nächsten waren."Schäfer", sprach er,"du n...
11.11.2006

(17) Henrik Ibsen - Auzug aus »Peer Gynt«

Lesung anhören (zum Player) --ERSTER AKT-- SOLVEJG(in der Tür.) Wolltest nicht Du mit mir tanzen vorhinnen? PEER GYNT. Jawohl wollt' ich das; kannst Dich nimmer besinnen?(Faßt sie bei der Hand.) Komm! SOLVEJG. Doch, sagt Mutter, nicht lang! Nicht...
10.11.2006

(16) Friedrich Nietzsche »Abschied«

Die Krähen schrei'n Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: Bald wird es schnei'n ? Wohl dem, der jetzt noch ? Heimat hat! Nun stehst du starr, Schaust rückwärts ach! wie lange schon! Was bist du, Narr, Vor Winters in die Welt ? entflohn? Di...
18.10.2006

(15) Johann Wolfgang von Goethe »Faust 1- Marthens Garten«

MARGARETE: Versprich mir, Heinrich! FAUST: Was ich kann! MARGARETE: Nun sag, wie hast du's mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon. FAUST: Laß das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut;...
26.09.2006

(14) Friedrich Nietzsche »Zarathustra« 1.Teil Nr.2

»Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer? Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafe...
10.09.2006

(13) Georg Trakl »Die Raben«

Über den schwarzen Winkel hasten Am Mittag die Raben mit hartem Schrei. Ihr Schatten streift an der Hirschkuh vorbei Und manchmal sieht man sie mürrisch rasten. O wie sie die braune Stille stören, In der ein Acker sich verzückt, Wie ein Weib, das sch...